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29.05.200728.10.2019

Die Hündin, mit der alles begann

Frosja ist die Hündin, mit der alles begann. Ihr Leben verband Krywyj Rih und Zürich und gab der Organisation ihren Namen.

Die englische und die deutsche Version sind Übersetzungsentwürfe und warten auf die Prüfung durch den Eigentümer.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Frosjas Leben

  1. 29.05.2007

    Frosja wird in Krywyj Rih geboren

  2. ≈ 1 Jahr

    Der Umzug aus der Ukraine in die Schweiz

  3. 7 Jahre

    Eine schwere Krankheit — und Genesung

  4. 28.10.2019

    Frosja stirbt im Alter von 12,5 Jahren

  5. 2019

    Ihr Porträt schmückt den ersten Spielplatz „Zuzenja“

Frosja in der Ukraine

Als Frosja in die Familie kam, ahnten wir nicht, wie sehr sie unser Verständnis von Tieren verändern würde.

Mein Mann war an Katzen gewöhnt — vier lebten damals bei ihm. Ich aber träumte von einem kleinen Hund, und zwar aus der Ukraine. Und weil ich meine Träume immer erreiche, kam Frosja zu uns. Geboren wurde sie, wie ich, in Krywyj Rih.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Der Umzug in die Schweiz

Nach allen Impfungen und Papieren brachte ich sie im Alter von etwa einem Jahr aus der Ukraine.

Die ersten zwei Wochen hielt mein Mann Abstand — er fürchtete, sie stresse seine Katzen, die noch nie einen Hund gesehen hatten.

Eine neue Familie

Doch bald verbrachte er immer mehr Zeit mit ihr, und Frosja öffnete sich ihm nicht einfach als Tier, sondern als Wesen mit Seele und Charakter.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Frosjas Charakter

Sie hatte ihren eigenen, unbeugsamen Charakter. Sie beschützte uns vor allen, ging zu niemandem auf den Arm, und keine Leckerei konnte ihre Zuneigung kaufen. «Du bist wie eine echte Ukrainerin», sagte ich.

Ihr Futter verteidigte sie vor den Katzen, als wäre sie am Verhungern — selbst wenn sie längst satt war.

Wie sie unseren Blick auf Tiere veränderte

In der Schweiz sah ich einen ganz anderen Umgang mit Tieren als in meiner Heimat. Leider sind viele Menschen auch im 21. Jahrhundert grausam zu Tieren.

Frosja zeigte uns, dass ein Tier ein Wesen mit Seele und Charakter ist. So wuchs die Liebe zu einem kleinen Hund langsam zum Wunsch, vielen zu helfen.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Die letzten Jahre

Mit sieben Jahren wäre sie fast an einer rätselhaften Krankheit gestorben — die Tierärzte in Zürich waren ratlos und rieten zum Einschläfern. Wir fanden eine Frau in der Schweiz, die mit Auszügen aus Meeresalgen heilte — und nur am Telefon beratend rettete sie Frosja. Frosja lernte wieder laufen, denn ihre Pfoten glichen nach der Krankheit kleinen Lappen. Selbst in der Klinik kämpfte sie so, dass man sie „Piranha“ nannte. Ihr Charakter war stark — und sie überlebte.

Später stand Frosja erneut dem Tod gegenüber: eine Operation, deren Ausgang ungewiss war. Nach der Narkose stand sie zu Hause auf zitternden Pfoten auf und ging zur Toilette — unter sich zu machen erlaubte sie sich nicht.

Wir erlebten so viele glückliche Momente: Frosja reiste mit uns nach Finnland, Spanien und Italien.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Abschied

Das dritte Mal überlebte Frosja leider nicht. Krebs, Metastasen — der letzte Arztbesuch war wie ein Urteil. Man bot an, sie gleich dortzulassen. Aber wir wollten uns verabschieden. Zwei Wochen fuhren wir mit ihr an den See und in den Wald, an ihre Lieblingsorte. Laufen konnte sie nicht mehr, doch sie atmete die vertrauten Gerüche mit ihrer kleinen Nase ein. Als sie aufhörte zu fressen, verstanden wir, dass wir sie gehen lassen mussten.

Sie war erst 12,5 Jahre alt. In der Schweiz kann der Tierarzt nach Hause kommen. Wir trugen Frosja in ihrem Bettchen in unseren Garten, in dem sie so viele Jahre in der Sonne lag. Der Arzt kam leise und gab erst eine Beruhigungsspritze — mir schien, sie hatte keine Angst. Mein Mann hielt sie in ihrer rosa Decke. Ich küsste sie ein letztes Mal. So ließen wir unser kleines schwarzes Wunder ins Universum ziehen.

Frosja — Foto aus dem Familienarchiv

Warum die Organisation ihren Namen trägt

Heute inspiriert uns Frosja, den schutzlosen Tieren der Ukraine zu helfen und unter ihrem Namen Gutes zu tun.

Noch vor allen Projekten kauften wir in Krywyj Rih ein Stück Land für ein Tierheim — und ich nannte es „Frosja“. So wurde der Name unserer Hündin zum Namen der Organisation, und ihr Porträt schmückte den Eingangsbogen des ersten Spielplatzes.

«Das Gute wird die Welt retten»

Das Familienarchiv: Frosjas Fotos und Videos

Das Familienarchiv: Frosjas Fotos und Videos — 1
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Das Familienarchiv: Frosjas Fotos und Videos — 3
Das Familienarchiv: Frosjas Fotos und Videos — 4